Amazon Produktbilder: Tipps und Gestaltungsempfehlungen

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Es gibt diverse Unterschiede zwischen Online-Shopping und dem Einkaufen in stationären Geschäften. Der entscheidende Unterschied ist jedoch folgender: Beim Online-Shopping bietet sich den Kunden kein physisches Produkt, welches sie in die Hand nehmen und von allen Seiten betrachten können. Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass du die Ware erlebbar machst und deinen Kunden möglichst detailliert zeigst, was du verkaufst und warum sie gerade dein Produkt kaufen sollten. Hierfür bieten Dir Amazon Produktbilder viel mehr Möglichkeiten als man auf den ersten Blick annehmen mag. 

Die Bedeutung von Amazon Produktbildern

Amazon Produktbilder haben einen ganz entscheidenden Einfluss auf dein Listing und die Conversionrate eines Produktes. Händler und Verkäufer, die mit professionellen Bildern arbeiten, haben in der Regel deutlich höhere Conversionrates zu verzeichnen. Darüber hinaus sind sie in der Lage, zu höheren Preisen zu verkaufen und können sich damit letztlich auch mehr Werbeanzeigen für ihre Güter leisten. So kannst du deiner Konkurrenz einen Schritt voraus sein.

Das Titelbild ist neben dem Produkttitel der entscheidende Faktor dafür, ob ein potenzieller Kunde auf Dein Angebot klickt oder weiterscrollt. Ein auffallendes Titelbild, welches das Produkt bestmöglich in Szene setzt, kann ein Angebot von der breiten Masse abheben und die Klickrate entsprechend erhöhen. 

Die darauf folgenden Bilder in deinem Listing sollen:

  • Die Aufmerksamkeit hoch halten,
  • Das Produkt und seine Eigenschaften beschreiben, 
  • Nutzen und Einsatzmöglichkeiten aufzeigen,
  • Qualität demonstrieren,
  • USPs vermitteln,
  • Möglichst viele Perspektiven und Nischen zeigen.

Prinzipiell muss die gesamte Bildfolge so umfangreich und aussagekräftig sein, dass der Kunde nach deren Betrachtung über alle nötigen Informationen verfügt und keine Frage offen bleibt.

Hier sprechen wir von einem ganz bedeutsamen Aspekt: Verkaufspsychologie. Die entscheidende Aufgabe für Händler und Verkäufer besteht nämlich darin, über die Amazon Produktbilder Qualität zu kommunizieren und dafür zu sorgen, dass der Kunde die Benefits deines Produktes gegenüber denen der Konkurrenz auch als solche wahrnimmt. Dafür muss er auf tiefster emotionaler Ebene angesprochen werden.

Oft verfügen unsere Kunden über ein deutlich besseres Produkt als ihre Wettbewerber, verkaufen aber schlechter. Das beste Produkt nützt eben letztendlich nichts, wenn man es nicht schafft, die Produkte sichtbar zu platzieren und den Kunden gleichzeitig klar zu kommunizieren, warum es sich beim eigenen Produkt um das Beste handelt. Nur so wirst du Absätze und Umsätze steigern können.


Richtlinien

Amazon lässt seinen Anbietern bei der Gestaltung der Produktfotos auf ihrem Marktplatz weitestgehend freie Hand. Dennoch existieren einige Anforderungen – insbesondere für das Titelbild:

  • Auf dem Titelbild darf ausschließlich das zu verkaufende Produkt abgebildet sein.
  • 80% des Titelbildes müssen ausgefüllt sein.
  • Das Titelbild muss einen reinweißen Hintergrund haben.
  • Weder Text noch Logo oder Wasserzeichen dürfen auf dem Titelbild  zu sehen sein.

    Je nach Produktkategorie können die Anforderungen von Amazon variieren. Die gesamten Anforderungen findest du in den Amazon Styleguides.

 

Bilder machen oder machen lassen?

Grundsätzlich kannst du ansprechende Amazon Produktbilder auch auf eigene Faust erstellen. Hierfür sind in jedem Fall eine entsprechende Ausstattung, also mindestens eine hochwertige Kamera und ein Stativ, sowie erste Erfahrung in der Fotografie notwendig. Um im Nachgang Anpassungen oder Bildretusche durchführen zu können, solltest du zudem über Kenntnisse mit Bildbearbeitungsprogrammen verfügen.

Professionelle Fotografen werden zwar ihren Preis haben, dafür kannst du dich auf qualitativ starke Fotos freuen. In der Regel verfügen Profi-Fotografen über besseres Equipment und haben das notwendige Know-How, um deine Güter ansprechend in Szene zu setzen. Studenten und Hobbyfotografen verlangen normalerweise einen günstigeren Preis und erfüllen meist auch ihren Zweck, du solltest jedoch vorab ihr Portfolio studieren, um dich von ihren Fähigkeiten als Produktfotograf zu überzeugen.

Da deine Produktfotografien von großer Bedeutung für Klick-und Conversionrates sind, solltest du an dieser Stelle keinesfalls sparen und über einen Profi nachdenken. Oft sind auch Pakete möglich, um den Preis zu drücken. Zudem kannst du die Bilder nicht nur auf Amazon verwenden, sondern auch für deine Website, deinen Shop oder auf anderen Marktplätzen.

Entscheidest du dich dafür, die Fotos selbst zu machen, musst du für Ausstattung, Bildbearbeitungsprogramme und eventuelle Fotografiekurse ebenso mit Mehrkosten rechnen.

Anfängern raten wir daher grundsätzlich zu erfahrenen Profis der Produktfotografie.

AMZ-Expertentipp

Wenn du Bilder für mehr als eine Ware brauchst, solltest du alle in einem Zuge fotografieren lassen, um im Paket bares Geld zu sparen.

Tipps zur Gestaltung

Da du dem Kunden kein physisches Produkt präsentierst, welches er unmittelbar ausprobieren kann, sollten deine Bilder möglichst selbsterklärend und detailliert gestaltet sein. Fotos, die das Produkt aus allen Perspektiven sowie im Einsatz zeigen, sorgen beim Kunden für ein besseres Produktverständnis. Wichtig ist auch, dass du die Bilderfolge logisch strukturierst und einem roten Faden folgst. Dabei kannst du dich idealerweise an deinen Bulletpoints und deinem Titel orientieren, um die Customer Journey abzurunden. Um erfolgreich zu verkaufen, musst du deinen Kunden emotional catchen. Daher ist es sinnvoll Modelbilder mit Menschen zu verwenden. Im Grunde sind der Fantasie hier jedoch kaum Grenzen gesetzt. Je nach Produktart und Zielgruppe kann eine unterschiedliche Mischung aus Information und Emotionalität Sinn machen. Bei einem technischen Produkt, wie einem Rasenmäher, ist der Kunde beispielsweise stärker auf Informationssuche als bei einem Hundespielzeug.

Vorbereitung

Es ist gar nicht so leicht, sein Produkt so zu präsentieren, dass die Kunden es als hochwertiges und lohnendes Ziel erachten.

AMZ-Expertentipp

Auch wir bei AMZManager können dich bei der Erstellung und Optimierung von Produktbildern und Produktvideos unterstützen. Nimm hierfür einfach Kontakt zu uns auf.


Folgende Fragen solltest du dir vorab stellen:

  • Wie schaffe ich es, dass sich die Zielgruppe mit meiner Marke identifizieren kann?
  • Wie gestalte ich mein Branding, um als möglichst hochwertige Marke mit hochwertigen Produkten wahrgenommen zu werden?
  • Welche Fragen und Einwände könnte die Zielgruppe haben und wie kann ich sie vorwegnehmen?
  • Wie kann ich die USPs meines Produktes möglichst schnell und einfach konsumierbar darstellen?

Hierfür ist eine aufwändige Recherche nötig. Du solltest die Bewertungen und Kommentare in deinem Markt durchforsten, um herauszufinden, was die Zielgruppe gut oder schlecht findet, worauf sie besonderen Wert legt und welche Fragen oder Bedenken sie hat. Dabei musst du dich natürlich nicht nur auf Amazon beschränken. Anschließend kannst du die Erkenntnisse in die Gestaltung deiner Produktfotos einfließen lassen. Dies kann also ein durchaus größeres Projekt werden.

Nun möchten wir dir einige praktische Möglichkeiten aufzeigen, wie du deine Bilder kreativ und optisch ansprechend darstellen kannst.

1. Feature-Bilder

Feature-Bilder zeigen detailliert die Nutzen und USPs deines Produkts. Diese sollten möglichst in den Vordergrund gerückt und genauer erläutert werden, sodass der Kunde genau weiß, was er kauft und warum er kauft. Mit Produktinformationen, wie Garantien, Materialien und Zubehör kannst du das Interesse deiner Zielgruppe auf dich ziehen.

2. Vergleichsbilder

Schicke Vergleichstabellen, die die wichtigsten Eigenschaften deines Produkts enthalten, sind eine einfache und zugleich effektive Möglichkeit, um USPs zu kommunizieren. Du kannst dabei ganz gezielt die wichtigsten Produktvorteile als Vergleichswerte wählen, um aufzuzeigen, was dein Produkt von anderen besonders unterscheidet. Außerdem vermitteln Vergleichstabellen dem Kunden den Eindruck, dass er sich aufwendige Vergleiche mit anderen Produkten auf eigene Faust sparen kann und sein Wunschprodukt bereits gefunden hat.

3. Anwendungsbilder

Anwendungsbilder veranschaulichen deiner Zielgruppe, wie sie dein Produkt im Alltag nutzen kann und wie es ihr Leben erleichtern wird. Dies kann häufig bei komplexeren Produkten sinnvoll sein. Vor dem Kauf eines Küchengeräts möchte der Kunde beispielsweise wissen, wie und welche Lebensmittel damit verarbeitet werden können. Das Produkt in Aktion zu sehen hilft dabei, es besser zu verstehen und setzt darüber hinaus einen emotionalen Reiz.

4. Problemlösungen

Apropos emotionaler Reiz: Eine weitere effektive Möglichkeit, deine Zielgruppe von deinem Produkt zu überzeugen, ist die Darstellung eines Problems. Das Problem sollte von der Zielgruppe auch als solches wahrgenommen werden und ihr im besten Falle häufig im Alltag begegnen. So hast du dir die Möglichkeit geschaffen, gleich die Lösung für das Problem zu liefern. Du musst den Kunden nur noch klarmachen, wie sinnvoll und hilfreich dein Produkt für si